Nun folgt noch der letzte Eintrag zu den Kulturen im Norden Perus, danach gehen wir nach Ecuador :-)
In den letzten zwei Tagen, die wir in Chiclayo verbracht haben, haben wir uns neben Pyramiden der Moche Kultur auch sehr viele Pyramiden der Lambayeque Kultur angeschaut. Diese wurden ebenfalls zu verschiedenen Zeiten gebaut und dadurch nach und nach vergrössert. In einem Dry Forest östlich von Chiclayo befinden sich, in der Nähe des Leche Rivers, 7 Pyramiden die teilweise bereits erforscht sind. Dabei wurden in der Huaca Loro verschiedene Begräbnisse von Fürsten gefunden, mit zahlreichen Gold- und Keramikobjekten. Mit ihne begraben wurden immer auch ihre Frauen bzw. Konkubinen, sowie Wächter für die Gräber (meist Kinder oder Jugendliche). Diese Personen wurden alle beim Tod des Fürsten geopfert damit sie gleichzeitig mit ihm begraben werden konnten und ihm so auch im Jenseits zur Verfügung standen.
Einer der Fürsten hatte 22 Frauen neben sich begraben, während er in der Mitte in einer tieferen Kammer sitzend gefunden wurde. Der andere wurde in einer interessanten Position begraben, eingewickelt in Stoff in fötaler Position mit dem Kof nach unten. Es wird aber angenommen, dass sein Kopf abgetrennt gewesen war und richtig herum nach Osten geschaut hat. Aus welchem Grund ist noch unklar, eventuell hängt es mit der Verehrung gewisser Götter zusammen.
In einer Pyramide wurden 40 Frauenskelette gefunden. Diese wurden um die Pfosten gebunden, die die Pyramide stützten, eventuell um die Gunst der Götter zu erhalten für den Bau der Pyramide. Diese Art von Menschenopfer wurde noch an einem anderen Ort gefunden an dem Pyramiden dieser Kultur errichtet wurden.
Gestern haben wir uns die Pyramiden der spätesten Phase angesehen, insgesamt 26 die um einen natürlichen Felsen herum angeordnet waren. Erst 3 davon sind aber richtig erforscht und man geht davon aus, dass die Kultur vom ersten Ort zum zweiten weitergezogen ist da das Ganze Tal durch das El Nino Phänomen überschwemmt und die Wohnhäuser zerstört wurden. So dass die frühe Kultur von 750 n. Chr. bis ca. 1100 n. Chr. als die Lambayeque von den Chimu (über deren Hauptstadt Chan Chan ich bereits berichtet habe) erobert wurden.
Samstag, 30. April 2011
Freitag, 29. April 2011
Mehr von der Moche Kultur
Neben dem religiösen Zentrum der Moche Kultur, über das ich bereits berichtet habe (Huaca de la luna y del sol), gab es auch noch das politisch-administrative Zentrum. Diese Pyramiden oder Huacas befinden sich etwas ausserhalb von Chiclayo und beherbergen unter anderem die Gräber des Lord of Sipan und des Old Lord of Sipan. Aus diesen beiden, intakt gefundenen Gräbern, wurden mindestens genauso beeindruckende Gold, Silber, Bronze, Kupfer und Keramikobjekte geborgen wie aus dem Grab von Tutanchamun in Ägypten. Zu unrecht sind die Gräber von Sipan der breiten Öffentlichkeit meistens kein Begriff. Ich gebe zu, hätte ich nicht in Costa Rica per Zufall ein Buch über diese Begräbnisse gekauft weil es in Aktion war, hätte auch ich nichts davon gewusst bevor ich nach Peru kam.
Aufmerksam wurde man auf diese Gräber dadurch, dass die lokalen Behörden wertvolle Goldobjekte sicherstellten, die aus einem bisher ungestörten Grabkontext stammen mussten. Schnell fand man dann die Pyramiden und die dazugehörigen Löcher von Grabräubern und sicherte das gesamte Gebiet ab. Es befinden sich insgesamt 3 Pyramiden in diesem Bereich, 2 grössere, die wohl als politische und administrative Gebäude gedient haben, sowie eine Kleinere die als Grabpyramide identifiziert wurde.
Im Jahr 1987 hatte man dann das Glück und stiess auf das ungestörte Grab des Lord of Sipan, der nach dem nahegelegenen Dorf Sipan benannt wurde. Während der 1.5 Jahre dauernden Ausgrabung fand man unter vielen Schichten von Lehmziegeln und Holzbalken, in einem Holzsarkophag das Skelett des Lord of Sipan. Die Knochen zermahlen vom Gewicht der vielen Grabbeigaben, bestehend unter anderem aus Nasenringen, 14 Halsketten aus Muscheln, Szepter, Ohrringen, ein Gewand aus vergoldeten Bronzeplättchen und vielem mehr.
Daneben wurden 2 Konkubinen und seine Hauptehefrau beerdigt, zu seinem Kopf bzw. zu seinen Füssen. Links und rechts seines Sarges befand sich ein hoher Militär sowie ein Kind von 10-11 Jahren mit einem Hund. Darüber kam die Schicht mit Holzbalken, dann der Lehmboden und darüber fand man 2 Skelette von sogenannten Wächtern. Diesen wurden die Füsse abgeschnitten aus dem Grund, dass sie so auch im nächsten Leben den Herrscher bewachen und nicht davonlaufen können.
Der Old Lord of Sipan, war wie DNA Tests ergaben, verwandt mit dem Lord of Sipan, lebte allerdings 400 Jahre vorher, um 200 n. Chr. Sein Grab befand sich in 11 Meter Tiefe in derselben Grabpyramide und auch er hatte reiche Beigaben. Sehr gut erkennbar, der Stil der Objekte hat sich in den 400 Jahren die zwischen den Begräbnissen liegen, kaum geändert. Und auch er hatte Wächter die auf ihn aufpassten eine Schicht über ihm begraben.
Das Museum mit den Schätzen der beiden Gräber und einigen mehr aus dem Kunsthandel, die dem dritten Grab zugeordnet werden können, lohnt einen Besuch. Ebenso wie das "Mausoleum" selbst, obwohl man im Prinzip nur die Gräber sieht mit Rekonstruktionen der Begräbnisse. Dennoch gibt es einen guten Eindruck über die Lage und das Umfeld der letzten Ruhestätten der beiden Herrscher.
Ein weiteres interessantes Begräbnis der Moche Kultur haben wir uns noch in Trujillo im Komplex El Brujo angesehen. Eine Moche Pyramide wie Huaca de la luna, mit derselben Architektur und Aussenfassadendekoration. Allerdings fand man dort auch ein Begräbnis, nämlich das der so genannten Lady von Cao. Sie war im oberen Teil der Pyramide ebenfalls unter Holzstämmen in einem Holzsarg begraben. Neben zahlreichen Goldketten, Ohrringen und Nasenringen bzw. platten (die aber viel zierlicher waren als die der männlichen Herrscher) trug sie auch Szepter und zahlreiche Darstellungen die zeigten, dass sie eine Herrscherin war. Aussergewöhnlich ist auch der Erhaltungszustand ihres Körpers, durch Quecksilber das ins Grab beigegeben wurde, hat sich die Haut mit den Knochen verbunden, so dass man heute noch die Tättowierungen von Schlangen und weiteren wichtigen Tieren auf ihren Armen erkennen kann.
Auch neben ihrem Grab wurden weitere Personen wie Krieger und Wächter beerdigt um über ihre Ruhestätte zu wachen. Diese Herrscherbegräbnisse an mehreren Orten an der Nordküste Perus stützen die Theorie der lokalen Wissenschaftler, dass sich die Moche Kultur über verschiedene Zentren mit verschiedenen Herrschern parallel entwickelt hat.
Aufmerksam wurde man auf diese Gräber dadurch, dass die lokalen Behörden wertvolle Goldobjekte sicherstellten, die aus einem bisher ungestörten Grabkontext stammen mussten. Schnell fand man dann die Pyramiden und die dazugehörigen Löcher von Grabräubern und sicherte das gesamte Gebiet ab. Es befinden sich insgesamt 3 Pyramiden in diesem Bereich, 2 grössere, die wohl als politische und administrative Gebäude gedient haben, sowie eine Kleinere die als Grabpyramide identifiziert wurde.
Im Jahr 1987 hatte man dann das Glück und stiess auf das ungestörte Grab des Lord of Sipan, der nach dem nahegelegenen Dorf Sipan benannt wurde. Während der 1.5 Jahre dauernden Ausgrabung fand man unter vielen Schichten von Lehmziegeln und Holzbalken, in einem Holzsarkophag das Skelett des Lord of Sipan. Die Knochen zermahlen vom Gewicht der vielen Grabbeigaben, bestehend unter anderem aus Nasenringen, 14 Halsketten aus Muscheln, Szepter, Ohrringen, ein Gewand aus vergoldeten Bronzeplättchen und vielem mehr.
Daneben wurden 2 Konkubinen und seine Hauptehefrau beerdigt, zu seinem Kopf bzw. zu seinen Füssen. Links und rechts seines Sarges befand sich ein hoher Militär sowie ein Kind von 10-11 Jahren mit einem Hund. Darüber kam die Schicht mit Holzbalken, dann der Lehmboden und darüber fand man 2 Skelette von sogenannten Wächtern. Diesen wurden die Füsse abgeschnitten aus dem Grund, dass sie so auch im nächsten Leben den Herrscher bewachen und nicht davonlaufen können.
Der Old Lord of Sipan, war wie DNA Tests ergaben, verwandt mit dem Lord of Sipan, lebte allerdings 400 Jahre vorher, um 200 n. Chr. Sein Grab befand sich in 11 Meter Tiefe in derselben Grabpyramide und auch er hatte reiche Beigaben. Sehr gut erkennbar, der Stil der Objekte hat sich in den 400 Jahren die zwischen den Begräbnissen liegen, kaum geändert. Und auch er hatte Wächter die auf ihn aufpassten eine Schicht über ihm begraben.
Das Museum mit den Schätzen der beiden Gräber und einigen mehr aus dem Kunsthandel, die dem dritten Grab zugeordnet werden können, lohnt einen Besuch. Ebenso wie das "Mausoleum" selbst, obwohl man im Prinzip nur die Gräber sieht mit Rekonstruktionen der Begräbnisse. Dennoch gibt es einen guten Eindruck über die Lage und das Umfeld der letzten Ruhestätten der beiden Herrscher.
Ein weiteres interessantes Begräbnis der Moche Kultur haben wir uns noch in Trujillo im Komplex El Brujo angesehen. Eine Moche Pyramide wie Huaca de la luna, mit derselben Architektur und Aussenfassadendekoration. Allerdings fand man dort auch ein Begräbnis, nämlich das der so genannten Lady von Cao. Sie war im oberen Teil der Pyramide ebenfalls unter Holzstämmen in einem Holzsarg begraben. Neben zahlreichen Goldketten, Ohrringen und Nasenringen bzw. platten (die aber viel zierlicher waren als die der männlichen Herrscher) trug sie auch Szepter und zahlreiche Darstellungen die zeigten, dass sie eine Herrscherin war. Aussergewöhnlich ist auch der Erhaltungszustand ihres Körpers, durch Quecksilber das ins Grab beigegeben wurde, hat sich die Haut mit den Knochen verbunden, so dass man heute noch die Tättowierungen von Schlangen und weiteren wichtigen Tieren auf ihren Armen erkennen kann.
Auch neben ihrem Grab wurden weitere Personen wie Krieger und Wächter beerdigt um über ihre Ruhestätte zu wachen. Diese Herrscherbegräbnisse an mehreren Orten an der Nordküste Perus stützen die Theorie der lokalen Wissenschaftler, dass sich die Moche Kultur über verschiedene Zentren mit verschiedenen Herrschern parallel entwickelt hat.
Dienstag, 26. April 2011
Chan Chan
Der Nachmittagsausflug führte uns dann nach Chan Chan, in die Hauptstadt der Chimu Kultur, die ab 800-900 n. Chr. wichtig wurde und bis 1470 über die Region geherrscht hat. Um 1470 wurden die Chimu dann von den Inkas erobert und ins riesige Inkareich eingegliedert.
Die riesige Stadt, gebaut aus Lehmziegeln, ist noch weitgehend unerforscht, so dass heute erst einer der Paläste dem Publikum zugänglich ist. 2 Weitere werden aktuell restauriert und erforscht und sollen gegen Ende dieses Jahres zu besichtigen sein.
Für die Chimu war die wichtigste Gottheit der Mond, im Gegensatz zu den Inkas, die vor allem die Sonne angebetet haben. Als Grund wird angegeben, dass die Sonne in der Wüste so gnadenlos niederbrennt, dass der Mond mehr geschätzt wurde von den Chimus, die ebenfalls entlang der Küste Perus geherrscht haben.
Die Mehrheit der Einwohner von Chan Chan waren Handwerker. Es wird angenommen, dass es ca. 12 000 Handwerker in der Stadt gab, die hauptsächlich Keramik und die nötigen Ziegelsteine zum Bau der Stadt herstellten.
Die Gesellschaft der Chimu bestand aus einer Elite und aus dem normalen Volk, wobei der Herrscher der Stadt aus der Elite gewählt wurde. Jeder neue Herrscher musste seinen eigenen Palast bauen und nach seinem Tod wurde sein Reichtum unter den Verwandten der Elite verteilt, während der Nachfolger seinen Palast aus eigenen Mitteln errichten musste.
Im Palacio Nik An, den wir heute besichtigt haben befinden sich verschiedene Plätze in denen Zeremonien durchgeführt wurden. Daneben gab es auch Wohnhäuser in denen die Menschen die für das funktionieren des Palastes verantwortlich waren lebten. Im Gegensatz zu der Moche Kultur bei der die Menschen ausserhalb wohnten, waren hier die Häuser innerhalb des Palastes, der auch als Tempel angesehen und benutzt wurde.
Die Lehmziegelwände tragen überall wunderbare dekorationen von verschiedenen Tieren, wie Eichhörnchen, Fischen und Pelikanen, aber auch das Cruz Chakana, das Stufenkreuz, das später zum Symbol der Inka-Kultur wurde, findet sich hier. Zusammen mit Mäandermustern und Mondsymbolen, die meist die Sockel der Wände zierten. Die Wände der Wohnhäuser bestanden aus Romben, durch die man hindurchsehen konnte, mit Dekorationen am Sockel.
Im Gegensatz zu den Moche gab es bei den Chimus keine Menschenopfer. Dafür wurde, wenn der Herrscher gestorben war, seine gesamte Dienerschaft (Harem, Administration, Priester) getötet um mit dem Herrscher beerdigt zu werden. So konnte ihm sein Personal auch im Jenseits noch von Diensten sein, denn es wurde angenommen, dass ein Herrscher im Diesseits auch im Jenseits herrschen wird.
So gibt es im Palacio Nik An neben dem Herrschergrab noch 42 weitere Gräber. Die Verstorbenen wurden in der Chimu Kultur einbalsamiert und in fötaler Stellung begraben.
Es gibt also auch in dieser Stadt noch sehr viel mehr zu ergraben und zu erforschen und man kann gespannt sein, was sich in den nächsten Jahren in der Hinsicht ergibt.
Die riesige Stadt, gebaut aus Lehmziegeln, ist noch weitgehend unerforscht, so dass heute erst einer der Paläste dem Publikum zugänglich ist. 2 Weitere werden aktuell restauriert und erforscht und sollen gegen Ende dieses Jahres zu besichtigen sein.
Für die Chimu war die wichtigste Gottheit der Mond, im Gegensatz zu den Inkas, die vor allem die Sonne angebetet haben. Als Grund wird angegeben, dass die Sonne in der Wüste so gnadenlos niederbrennt, dass der Mond mehr geschätzt wurde von den Chimus, die ebenfalls entlang der Küste Perus geherrscht haben.
Die Mehrheit der Einwohner von Chan Chan waren Handwerker. Es wird angenommen, dass es ca. 12 000 Handwerker in der Stadt gab, die hauptsächlich Keramik und die nötigen Ziegelsteine zum Bau der Stadt herstellten.
Die Gesellschaft der Chimu bestand aus einer Elite und aus dem normalen Volk, wobei der Herrscher der Stadt aus der Elite gewählt wurde. Jeder neue Herrscher musste seinen eigenen Palast bauen und nach seinem Tod wurde sein Reichtum unter den Verwandten der Elite verteilt, während der Nachfolger seinen Palast aus eigenen Mitteln errichten musste.
Im Palacio Nik An, den wir heute besichtigt haben befinden sich verschiedene Plätze in denen Zeremonien durchgeführt wurden. Daneben gab es auch Wohnhäuser in denen die Menschen die für das funktionieren des Palastes verantwortlich waren lebten. Im Gegensatz zu der Moche Kultur bei der die Menschen ausserhalb wohnten, waren hier die Häuser innerhalb des Palastes, der auch als Tempel angesehen und benutzt wurde.
Die Lehmziegelwände tragen überall wunderbare dekorationen von verschiedenen Tieren, wie Eichhörnchen, Fischen und Pelikanen, aber auch das Cruz Chakana, das Stufenkreuz, das später zum Symbol der Inka-Kultur wurde, findet sich hier. Zusammen mit Mäandermustern und Mondsymbolen, die meist die Sockel der Wände zierten. Die Wände der Wohnhäuser bestanden aus Romben, durch die man hindurchsehen konnte, mit Dekorationen am Sockel.
Im Gegensatz zu den Moche gab es bei den Chimus keine Menschenopfer. Dafür wurde, wenn der Herrscher gestorben war, seine gesamte Dienerschaft (Harem, Administration, Priester) getötet um mit dem Herrscher beerdigt zu werden. So konnte ihm sein Personal auch im Jenseits noch von Diensten sein, denn es wurde angenommen, dass ein Herrscher im Diesseits auch im Jenseits herrschen wird.
So gibt es im Palacio Nik An neben dem Herrschergrab noch 42 weitere Gräber. Die Verstorbenen wurden in der Chimu Kultur einbalsamiert und in fötaler Stellung begraben.
Es gibt also auch in dieser Stadt noch sehr viel mehr zu ergraben und zu erforschen und man kann gespannt sein, was sich in den nächsten Jahren in der Hinsicht ergibt.
Huaca del sol y de la luna
Seit Samstag sind wir nun in Trujillo angekommen, oder besser gesagt in Huanchaco, einem kleinen Ort am Meer eine halbe Busstunde vom Zentrum von Trujillo entfernt.
Ursprünglich haben wir geplant endlich mal wieder die beiden archäologischen Orte in der Nähe der Stadt auf eigene Faust mit dem Taxi zu besuchen um mehr Zeit zu haben. "Leider" war schlussendlich eine gebuchte Tour einiges günstiger und man hat den Guide inklusive der einem die spannenden Sachen erzählt, so dass wir schlussendlich doch eine Tagestour gebucht haben für 7 Franken.
Am Morgen ging nach Süden, zu den beiden Huacas (Sol y Luna, Mond und Sonne). Huacas sind monumentale Ziegelstrukturen die von der Moche Kultur im Moche Valley errichtet wurden. Diese Kultur existierte von ca. 100 n. Chr. bis 800 n. Chr. und errichtet an vielen verschiedenen Orten entlang der Küste Perus pyramidale Strukturen und erarbeiteten ein sehr hohes Niveau von Keramik und Goldschmiedearbeiten. Die Moche Gesellschaft hatte ihre Grundlage im Ackerbau, wobei eine der wichtigsten Bauten die zahlreichen Wasserkanäle waren, die das Wasser bis zu den entlegensten Feldern transportierte.
Wir haben uns als erstes das neu errichtet Museum angeschaut und zwar auf eigene Faust, da nach unserem Guide (dessen Name mir wieder entfallen ist) das Museum autodidaktisch war. Das war es in der Tat auch, wir hatten nur leider viel zu wenig Zeit um alle Informationstafeln ausführlich zu lesen UND uns die fantastischen Keramikarbeiten anzusehen.
Also ging es dann etwas genervt weiter mit dem Bus zum Huaca de la luna, was unsere Laune schnell wieder in die Höhe schnellen liess.
Die Konstruktion war ein Tempel, der in mindestens 5 Phasen erweitert bzw. neu darüber gebaut wurde. Das älteste und kleinste Gebäude befindet sich somit in der Mitte der Konstruktion und mit jedem Umbau bzw. Neubau wurde der Umfang und die Höhe des Huaca grösser. Die Dekoration der Aussenfassade bzw. der Innendekoration blieb dabei dieselbe und wurde in jeder Phase wieder neu hinzugefügt, jedoch immer von einer anderen Generation von Künstlern, so dass jede Schicht ein wenig anders aussieht.
Die Mauerdekorationen im Huaca de la luna sind sehr gut erhalten, vor allem deswegen, weil den Wänden im Innern immer wieder neue Ziegelmauern vorangestellt wurden. So dass man heute noch sehr gut die farbigen Reliefs an den Wänden bewundern kann.
In dem Gebäude wurden auch zahlreiche Priester in den Mauern bzw. zwischen den Mauern bestattet. Immer mit reichen Grabbeigaben wie Keramikgefässen oder Goldschmuck. Zum Glück haben die spanischen Eroberern den Weg ins Innere des Huaca nicht gefunden, sondern nur ein Loch in die Aussenfassade gesprengt. So sind heute die ganzen wunderbaren Objekte noch so gut erhalten.
Im Norden des Gebäudes, vor der Nordfassade, gab es einen grossen Platz zu dem die nicht-priesterliche Bevölkerung Zugang hatte. Zum Huaca selbst, hatten nämlich nur Priester Zugang, so auch zu dem Opferstein, auf dem Menschen geopfert wurden um dann ihr in Gefässe abzufüllen. Danach wurde das Blut der Menschenmenge im Nordhof gezeigt, die dann über eine Rampe hinaufgehen konnten um von dem Blut zu trinken. Dies sollte die Götter gnädig stimmen, für eine gute Ernte.
Die Nordfassade, die sich zum Hof hin öffnet ist in verschiedene Stufen unterteilt, wobei jede Stufe ein anderes Bild zeigt. Zu sehen sind unter anderem Spinnen (als Fruchtbarkeitssymbole), Krieger, Tanzende Figuren und ein Meeresgott.
Zwischen dem am Fuss des Cerro Blanco gelegenen Huaca de la Luna und dem Huaca del Sol der etwas weiter weg ist, wurden Wohnsiedlungen ausgegraben. Allerdings ist erst ein Teil des Ganzen Gebietes erforscht, man vermutet, dass 30-40% der gesamten Stadt unter der modernen Siedlung verschwunden ist. Vieles der restlichen 60-70% ist noch gar nicht erforscht, aber es finden aktuell Ausgrabungen statt, sowohl im Wohnviertel als auch im Huaca de la luna.
Der Huaca del sol ist noch überhaupt nicht erforscht, es sollen aber dieses Jahr noch Ausgrabungen starten um zu sehen was sich im Innern befindet. Es wird vermutet, dass der Huaca del Sol eher administrativen Zwecken gedient hat. Da im Huaca de la luna kein Begräbnis eines Herrschers sondern nur von Priestern gefunden wurde, hofft man, im anderen Huaca ein reiches Herrschergrab zu finden, wie das in Sipan der Fall ist (eine Siedlung weiter nördlich).
Ursprünglich haben wir geplant endlich mal wieder die beiden archäologischen Orte in der Nähe der Stadt auf eigene Faust mit dem Taxi zu besuchen um mehr Zeit zu haben. "Leider" war schlussendlich eine gebuchte Tour einiges günstiger und man hat den Guide inklusive der einem die spannenden Sachen erzählt, so dass wir schlussendlich doch eine Tagestour gebucht haben für 7 Franken.
Am Morgen ging nach Süden, zu den beiden Huacas (Sol y Luna, Mond und Sonne). Huacas sind monumentale Ziegelstrukturen die von der Moche Kultur im Moche Valley errichtet wurden. Diese Kultur existierte von ca. 100 n. Chr. bis 800 n. Chr. und errichtet an vielen verschiedenen Orten entlang der Küste Perus pyramidale Strukturen und erarbeiteten ein sehr hohes Niveau von Keramik und Goldschmiedearbeiten. Die Moche Gesellschaft hatte ihre Grundlage im Ackerbau, wobei eine der wichtigsten Bauten die zahlreichen Wasserkanäle waren, die das Wasser bis zu den entlegensten Feldern transportierte.
Wir haben uns als erstes das neu errichtet Museum angeschaut und zwar auf eigene Faust, da nach unserem Guide (dessen Name mir wieder entfallen ist) das Museum autodidaktisch war. Das war es in der Tat auch, wir hatten nur leider viel zu wenig Zeit um alle Informationstafeln ausführlich zu lesen UND uns die fantastischen Keramikarbeiten anzusehen.
Also ging es dann etwas genervt weiter mit dem Bus zum Huaca de la luna, was unsere Laune schnell wieder in die Höhe schnellen liess.
Die Konstruktion war ein Tempel, der in mindestens 5 Phasen erweitert bzw. neu darüber gebaut wurde. Das älteste und kleinste Gebäude befindet sich somit in der Mitte der Konstruktion und mit jedem Umbau bzw. Neubau wurde der Umfang und die Höhe des Huaca grösser. Die Dekoration der Aussenfassade bzw. der Innendekoration blieb dabei dieselbe und wurde in jeder Phase wieder neu hinzugefügt, jedoch immer von einer anderen Generation von Künstlern, so dass jede Schicht ein wenig anders aussieht.
Die Mauerdekorationen im Huaca de la luna sind sehr gut erhalten, vor allem deswegen, weil den Wänden im Innern immer wieder neue Ziegelmauern vorangestellt wurden. So dass man heute noch sehr gut die farbigen Reliefs an den Wänden bewundern kann.
In dem Gebäude wurden auch zahlreiche Priester in den Mauern bzw. zwischen den Mauern bestattet. Immer mit reichen Grabbeigaben wie Keramikgefässen oder Goldschmuck. Zum Glück haben die spanischen Eroberern den Weg ins Innere des Huaca nicht gefunden, sondern nur ein Loch in die Aussenfassade gesprengt. So sind heute die ganzen wunderbaren Objekte noch so gut erhalten.
Im Norden des Gebäudes, vor der Nordfassade, gab es einen grossen Platz zu dem die nicht-priesterliche Bevölkerung Zugang hatte. Zum Huaca selbst, hatten nämlich nur Priester Zugang, so auch zu dem Opferstein, auf dem Menschen geopfert wurden um dann ihr in Gefässe abzufüllen. Danach wurde das Blut der Menschenmenge im Nordhof gezeigt, die dann über eine Rampe hinaufgehen konnten um von dem Blut zu trinken. Dies sollte die Götter gnädig stimmen, für eine gute Ernte.
Die Nordfassade, die sich zum Hof hin öffnet ist in verschiedene Stufen unterteilt, wobei jede Stufe ein anderes Bild zeigt. Zu sehen sind unter anderem Spinnen (als Fruchtbarkeitssymbole), Krieger, Tanzende Figuren und ein Meeresgott.
Zwischen dem am Fuss des Cerro Blanco gelegenen Huaca de la Luna und dem Huaca del Sol der etwas weiter weg ist, wurden Wohnsiedlungen ausgegraben. Allerdings ist erst ein Teil des Ganzen Gebietes erforscht, man vermutet, dass 30-40% der gesamten Stadt unter der modernen Siedlung verschwunden ist. Vieles der restlichen 60-70% ist noch gar nicht erforscht, aber es finden aktuell Ausgrabungen statt, sowohl im Wohnviertel als auch im Huaca de la luna.
Der Huaca del sol ist noch überhaupt nicht erforscht, es sollen aber dieses Jahr noch Ausgrabungen starten um zu sehen was sich im Innern befindet. Es wird vermutet, dass der Huaca del Sol eher administrativen Zwecken gedient hat. Da im Huaca de la luna kein Begräbnis eines Herrschers sondern nur von Priestern gefunden wurde, hofft man, im anderen Huaca ein reiches Herrschergrab zu finden, wie das in Sipan der Fall ist (eine Siedlung weiter nördlich).
| Huaca del sol |
Freitag, 22. April 2011
Huaraz
Während Bea fertig packt kann ich ja noch einen kurzen Blogeintrag zu Huaraz machen.
Also seit Dienstag Nachmittag sind wir hier wieder in den Anden auf gut 3000 Metern in einer kleineren Stadt namens Huaraz. So wirklich gefallen tut uns die Stadt nicht, aber mittlerweile sind wir uns solche Städte ja auch gewöhnt.
Gleich am Mittwoch haben wir dann eine Tour nach Chavin de Huantar gemacht, weil die gleiche Tour am nächsten Tag (wegen Ostern) teurer gewesen wäre. Nach 4-5 Stunden im gelben Blitz, dem Kleinwagen der aussah wie ein Postauto ;), sind wir in Chavin angekommen. Dort haben wir uns das Museum angesehen, dass erst 2006 eröffnet wurde und deshalb immer noch keinen Eintritt kostet. Unser Guide war ein eher lustiger Geselle, 67 nach eigenen Angaben, und hat uns alles immer mit geschlossenen Augen erklärt. Eventuell damit man ihn nicht unterbrechen kann um Fragen zu stellen ;-)
Das Museum war auf jeden Fall toll, mit sehr vielen originalen Steinköpfen die an der Aussenfassade des Tempels angebracht gewesen waren. Das zeremonielle Zentrum von Chavin umfasste 3 grössere Gebäude sowie 3 verschiedene Plätze. Es war ein Ort wo die Priester der Chavin Kultur in den Hügel die ausgesehen haben wie Pyramiden, gewohnt haben und verschiedene Rituale vollzogen haben. Unter anderem haben sie Orakel abgehalten, was dazu führte dass sogar Pilger aus Ecuador nach Chavin gekommen sind, was man an verzierten Muscheln erkennen kann, die zu Hauf in dem Gebiet gefunden wurden.
Leider gab es in den 60er Jahren, nachdem bereits ein Grossteil des Geländes ergraben war eine Schlammlawine von den Bergen mit grossen Steinen, die alles zerstört und verschüttet hat, so dass man heute nicht mehr ganz so viel erkennen kann.
Am Donnerstag sind wir dann auf eigene Faust mit einem Collective nach Willkawain gefahren, einer Ruinenstädte die 7 Kilometer ausserhalb von Huaraz liegt. Dort haben wir uns sehr gut erhaltene Meerstöckige Chullpas angesehen, Mausoleen oder Grabgebäude. Am Anfang sind wir noch in jedes hineingekrochen um zu schauen was drin ist, aber beim Vierten oder Fünften haben wir das dann unterlassen uns sie uns nur noch von aussen angesehen. Nach einer kleineren Wanderung sind wir dann um 2 Uhr Nachmittags bereits wieder in Huaraz gewesen, wo wir uns dann auf den Weg zum Mercado Central gemacht haben um Kartoffeln zu kaufen für unser Abendessen. Rösti mit Spiegelei und Speck. Nach einem Zwischenstop in einem Café mit Büchertausch gings dann wieder zurück ins Hostel wo wir uns in die Küche gestellt hatten. Leider mussten wir feststellen, dass Rösti machen ohne Teflon-Pfanne auf einem Gasherd eine schwierige Angelegenheit ist. So dass die Rösti zwar etwas komisch aussah am Ende (und die Hälfte in der Pfanne am Boden kleben blieb) aber gut wars trotzdem ;-) Leider haben wir dann auch fast eine halbe Stunde lang die Pfanne mit einem Eisenschwämmchen schrubben müssen bis die Röstischicht wieder wegging.
Zum Dessert gabs dann im TV-Raum einen DVD Abend mit Brad Pitt und Angelina Jolie (Mr. & Mrs. Smith). Heute Freitag gehts nun noch ins Museum hier in Huaraz und Abends um halb Zehn versuchen wir es mal wieder mit einem Nachtbus. Diesmal wieder hinunter von den Bergen nach Trujillo, wo wir ein Hostel am Meer gebucht haben. Jpiii :)
Also seit Dienstag Nachmittag sind wir hier wieder in den Anden auf gut 3000 Metern in einer kleineren Stadt namens Huaraz. So wirklich gefallen tut uns die Stadt nicht, aber mittlerweile sind wir uns solche Städte ja auch gewöhnt.
Gleich am Mittwoch haben wir dann eine Tour nach Chavin de Huantar gemacht, weil die gleiche Tour am nächsten Tag (wegen Ostern) teurer gewesen wäre. Nach 4-5 Stunden im gelben Blitz, dem Kleinwagen der aussah wie ein Postauto ;), sind wir in Chavin angekommen. Dort haben wir uns das Museum angesehen, dass erst 2006 eröffnet wurde und deshalb immer noch keinen Eintritt kostet. Unser Guide war ein eher lustiger Geselle, 67 nach eigenen Angaben, und hat uns alles immer mit geschlossenen Augen erklärt. Eventuell damit man ihn nicht unterbrechen kann um Fragen zu stellen ;-)
Das Museum war auf jeden Fall toll, mit sehr vielen originalen Steinköpfen die an der Aussenfassade des Tempels angebracht gewesen waren. Das zeremonielle Zentrum von Chavin umfasste 3 grössere Gebäude sowie 3 verschiedene Plätze. Es war ein Ort wo die Priester der Chavin Kultur in den Hügel die ausgesehen haben wie Pyramiden, gewohnt haben und verschiedene Rituale vollzogen haben. Unter anderem haben sie Orakel abgehalten, was dazu führte dass sogar Pilger aus Ecuador nach Chavin gekommen sind, was man an verzierten Muscheln erkennen kann, die zu Hauf in dem Gebiet gefunden wurden.
Leider gab es in den 60er Jahren, nachdem bereits ein Grossteil des Geländes ergraben war eine Schlammlawine von den Bergen mit grossen Steinen, die alles zerstört und verschüttet hat, so dass man heute nicht mehr ganz so viel erkennen kann.
Am Donnerstag sind wir dann auf eigene Faust mit einem Collective nach Willkawain gefahren, einer Ruinenstädte die 7 Kilometer ausserhalb von Huaraz liegt. Dort haben wir uns sehr gut erhaltene Meerstöckige Chullpas angesehen, Mausoleen oder Grabgebäude. Am Anfang sind wir noch in jedes hineingekrochen um zu schauen was drin ist, aber beim Vierten oder Fünften haben wir das dann unterlassen uns sie uns nur noch von aussen angesehen. Nach einer kleineren Wanderung sind wir dann um 2 Uhr Nachmittags bereits wieder in Huaraz gewesen, wo wir uns dann auf den Weg zum Mercado Central gemacht haben um Kartoffeln zu kaufen für unser Abendessen. Rösti mit Spiegelei und Speck. Nach einem Zwischenstop in einem Café mit Büchertausch gings dann wieder zurück ins Hostel wo wir uns in die Küche gestellt hatten. Leider mussten wir feststellen, dass Rösti machen ohne Teflon-Pfanne auf einem Gasherd eine schwierige Angelegenheit ist. So dass die Rösti zwar etwas komisch aussah am Ende (und die Hälfte in der Pfanne am Boden kleben blieb) aber gut wars trotzdem ;-) Leider haben wir dann auch fast eine halbe Stunde lang die Pfanne mit einem Eisenschwämmchen schrubben müssen bis die Röstischicht wieder wegging.
Zum Dessert gabs dann im TV-Raum einen DVD Abend mit Brad Pitt und Angelina Jolie (Mr. & Mrs. Smith). Heute Freitag gehts nun noch ins Museum hier in Huaraz und Abends um halb Zehn versuchen wir es mal wieder mit einem Nachtbus. Diesmal wieder hinunter von den Bergen nach Trujillo, wo wir ein Hostel am Meer gebucht haben. Jpiii :)
Montag, 18. April 2011
Lima
Nach langer Zeit in den Anden sind wir nun mal wieder in einer Grossstadt. Aber nicht in irgendeiner, sondern in der Hauptstadt Perus, die mit aktuell 10 Millionen Einwohnern viel mehr Menschen fasst als die ganze Schweiz. Irgendwie schwer vorstellbar, bis man auf dem Cerro San Cristobal steht und rund herum nur Häuser ohne Ende sieht!
Am Samstag nachdem wir angekommen sind haben wir erstmal unser Viertel, Miraflores, unsicher gemacht und uns den Strand angeschaut und das Shoppingcenter Larcomar von dem aus man auch einen sehr schönen Blick über die Küste hat. Dort haben wir auch festgestellt, dass wir sozusagen im Luxusviertel von Lima gelandet sind mit modernen Hochhäusern und sehr teuren Kleidergeschäften. Unseren Plan neue Bikinis zu kaufen (meins färbt ab, haha) mussten wir leider aufgeben nachdem wir Dolce & Gabana Bikinis für 200 - 300 Franken in den Händen hatten. Stattdessen sind wir dann ins Kino gegangen (für nur 6 Franken ;-)) und haben uns Esposa de Mentira angesehen (just go with it, oder so etwas auf Englisch). Eine sehr lustige Komödie mit Adam Sandler und Jennifer Aniston, kann ich jedem nur empfehlen!
Danach gings zum Chinesen um die Ecke, die Chinesen haben hier mit Abstand das günstigste Essen, leider kostet auch das Essen hier viel, nicht nur die Kleider! Aber zum Glück gibts im Hostel eine Küche, so dass wir etwas Geld und Nerven sparen können.
Heute Sonntag ging es dann mit dem Taxi in die Altstadt Limas wo wir mit Erstaunen feststellten, dass heute Palmsonntag ist! Gut für uns, denn so kamen wir ohne zu Bezahlen in die Kirchen hinein und konnten erst noch verfolgen wie die sehr katholische Bevölkerung hier einen Feiertag feiert. Nach der Kathedrale ging es dann noch in die Katakomben, wo wir uns den alten Friedhof von Lima angesehen haben, bzw. die Knochen die von den Bestatteten noch übrig geblieben sind. Die wurden nämlich von Archäologen ausgegraben und neu aufgeschichtet. Der Friedhof war bis in den 50er Jahren in Betrieb, wurde dann aber aufgrund des Gestanks der sich bis in die Kirche hinauf geschlichen hat geschlossen und später ausgegraben und zum Museum umfunktioniert. Heute werden nur noch die Franziskaner Mönche des Klosters dort begraben, sofern sie nicht woanders begraben werden möchten.
Unser Plan war dann, das Museum mit den Folterinstrumenten zu besichten, das hatte aber leider wegen Unterhaltsarbeiten geschlossen, so dass wir auf den Kongress verwiesen wurden, der zum Einen kostenlos war und zum Anderen nur am Wochenende für die Öffentlichkeit geöffnet ist. So nahmen wir also mit ca. 40 Peruanern an einer Führung durch den Kongress teil und haben uns die schönen Säle angesehen wo Perus Politik unter der Woche tagt. Wir sind uns als einzige Ausländer zwar etwas komisch vorgekommen, aber was solls ;) dafür haben wir den Kongress gesehen. Für den Präsidentenpalast hatten wir dann aber keine Nerven mehr nachdem wir die laaaaange Schlange gesehen haben! Stattdessen haben wir uns durch die völlig überfüllte Shoppingmeile zur Plaza San Martin gekämpft wo wir mit dem Taxi zum Museo de la Nacion gefahren sind. Erstaunlicherweise ein kostenloses Museum mit viel Keramik und auch Gold und Silbergegenständen aus der Pre-Inka Zeit. Leider waren es nicht so viele Objekte die uns interessierten, weil ein grosser Teil der Kollektion aus christlichen Gemälden und heiligen Figuren bestand, so dass wir eine halbe Stunde später bereits wieder draussen waren.
Am Abend haben wir dann Teigwaren an Lachsrahm-Sauce gekocht und unsere Pläne für die nächsten Tage gemacht. Da wir beide gerade nicht so in Stimmung für Grossstädte sind, gehen wir bereits am Dienstag weiter in die Natur, nach Huaraz in der Cordillera Blanca (damit wir unsere warmen Sachen mal wieder benutzen können!). Morgen werden wir uns noch das Museo de Oro besuchen, wo es viel Gold geben soll (!) und eine kleinere Ruine hier in unserem Viertel Miraflores.
PS: Auf dem Bild sieht man meinen 3-Franken Haarschnitt...wieso muss das bei uns auch immer so viel kosten?! ;))
Am Samstag nachdem wir angekommen sind haben wir erstmal unser Viertel, Miraflores, unsicher gemacht und uns den Strand angeschaut und das Shoppingcenter Larcomar von dem aus man auch einen sehr schönen Blick über die Küste hat. Dort haben wir auch festgestellt, dass wir sozusagen im Luxusviertel von Lima gelandet sind mit modernen Hochhäusern und sehr teuren Kleidergeschäften. Unseren Plan neue Bikinis zu kaufen (meins färbt ab, haha) mussten wir leider aufgeben nachdem wir Dolce & Gabana Bikinis für 200 - 300 Franken in den Händen hatten. Stattdessen sind wir dann ins Kino gegangen (für nur 6 Franken ;-)) und haben uns Esposa de Mentira angesehen (just go with it, oder so etwas auf Englisch). Eine sehr lustige Komödie mit Adam Sandler und Jennifer Aniston, kann ich jedem nur empfehlen!
Danach gings zum Chinesen um die Ecke, die Chinesen haben hier mit Abstand das günstigste Essen, leider kostet auch das Essen hier viel, nicht nur die Kleider! Aber zum Glück gibts im Hostel eine Küche, so dass wir etwas Geld und Nerven sparen können.
Heute Sonntag ging es dann mit dem Taxi in die Altstadt Limas wo wir mit Erstaunen feststellten, dass heute Palmsonntag ist! Gut für uns, denn so kamen wir ohne zu Bezahlen in die Kirchen hinein und konnten erst noch verfolgen wie die sehr katholische Bevölkerung hier einen Feiertag feiert. Nach der Kathedrale ging es dann noch in die Katakomben, wo wir uns den alten Friedhof von Lima angesehen haben, bzw. die Knochen die von den Bestatteten noch übrig geblieben sind. Die wurden nämlich von Archäologen ausgegraben und neu aufgeschichtet. Der Friedhof war bis in den 50er Jahren in Betrieb, wurde dann aber aufgrund des Gestanks der sich bis in die Kirche hinauf geschlichen hat geschlossen und später ausgegraben und zum Museum umfunktioniert. Heute werden nur noch die Franziskaner Mönche des Klosters dort begraben, sofern sie nicht woanders begraben werden möchten.
Unser Plan war dann, das Museum mit den Folterinstrumenten zu besichten, das hatte aber leider wegen Unterhaltsarbeiten geschlossen, so dass wir auf den Kongress verwiesen wurden, der zum Einen kostenlos war und zum Anderen nur am Wochenende für die Öffentlichkeit geöffnet ist. So nahmen wir also mit ca. 40 Peruanern an einer Führung durch den Kongress teil und haben uns die schönen Säle angesehen wo Perus Politik unter der Woche tagt. Wir sind uns als einzige Ausländer zwar etwas komisch vorgekommen, aber was solls ;) dafür haben wir den Kongress gesehen. Für den Präsidentenpalast hatten wir dann aber keine Nerven mehr nachdem wir die laaaaange Schlange gesehen haben! Stattdessen haben wir uns durch die völlig überfüllte Shoppingmeile zur Plaza San Martin gekämpft wo wir mit dem Taxi zum Museo de la Nacion gefahren sind. Erstaunlicherweise ein kostenloses Museum mit viel Keramik und auch Gold und Silbergegenständen aus der Pre-Inka Zeit. Leider waren es nicht so viele Objekte die uns interessierten, weil ein grosser Teil der Kollektion aus christlichen Gemälden und heiligen Figuren bestand, so dass wir eine halbe Stunde später bereits wieder draussen waren.
Am Abend haben wir dann Teigwaren an Lachsrahm-Sauce gekocht und unsere Pläne für die nächsten Tage gemacht. Da wir beide gerade nicht so in Stimmung für Grossstädte sind, gehen wir bereits am Dienstag weiter in die Natur, nach Huaraz in der Cordillera Blanca (damit wir unsere warmen Sachen mal wieder benutzen können!). Morgen werden wir uns noch das Museo de Oro besuchen, wo es viel Gold geben soll (!) und eine kleinere Ruine hier in unserem Viertel Miraflores.
PS: Auf dem Bild sieht man meinen 3-Franken Haarschnitt...wieso muss das bei uns auch immer so viel kosten?! ;))
Sonntag, 17. April 2011
Paracas
Von Nazca gings weiter mit dem Cruzero Bus von Cruz del Sur, der Oberluxusklasse an Bus mit Satellitenüberwachungssystem, Fahrspurassistent, Radar das Objekte auf der Fahrbahn in 150m Entfernung erkennt und einem beeindruckenden Service wie im Flugzeut. Warmes Essen, Tischchen zum herunterklappen, moderne Filme mit englischen Untertiteln und getönten Scheiben damit man von der Sonne nicht geblendet wird. Luxus Pur für gestresste Busreise-Seelen!
Leider waren wir bereits nach 3 Stunden am Ziel angelangt, in Paracas. Direkt am Meer gelegen, ist Paracas ein kleines Dörfchen bestehend aus Hotels, Hostels, Travel Agencies und vielen Restaurants. Dank Beziehungen hatten wir ein Doppelzimmer mit Meerblick und so konnte ich nicht anders und hab mich gleich am Nachmittag noch mit dem Buch an den Strand gelegt.
Am nächsten Tag, meinem Geburtstag, sind wir dann morgens um 8 Uhr auf Bootstour zu den Ballestas Islands, die auch Poor-mans Galapagos genannt werden, da man für nicht einmal 10 Franken eine 2-stündige Bootstour machen kann und hunderte von Vogelarten, Seelöwen, Krebsen und Seesternen zu sehen bekommt. Gleich anschliessend gings noch mit dem Bus ins Reserva Nacional wo wir verschiedene Küstenszenerien und Strände besucht haben, unter anderem gab es einen ganz roten Strand und eine Felsformation die sich "Die Kathedrale" nennt, die aber leider beim Erdbeben in Pisco 2007 eingestürzt ist so dass man jetzt anstatt einem Bogen nur noch einen Felsturm im Wasser sieht.
Zum Mittagessen wurden wir dann bei einem Haufen Restaurants ausgeladen, wo wir uns mit unseren feinen Ciabatta Brötchen und dem Philadelphia Streichkäse durch die Massen an Uns-Menu-Karten-Ins-Gesicht-Haltenden-Menschen drängten um in Ruhe am Strand zu essen und danach ein Mittagsschläfchen in der Sonne zu halten.
Danach gings auch bereits wieder zurück ins Dörfchen wo wir uns dann Liegestühle gemietet haben und den Rest des Tages zusammen mit Jacqueline, einer Schweizerin die wir dort kennengelernt haben, relaxt haben. Am Abend ging es dann in ein Restaurant wo wir feinen Fisch gegessen haben und mit Rotwein auf meinen Geburtstag angestossen haben.
An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank für all die lieben Glückwünsche! Hier das Beweisfoto wie ich meinen Geburtstag verbracht habe ;-) (Nein ich will euch aber nicht neidisch machen! ;)
Leider waren wir bereits nach 3 Stunden am Ziel angelangt, in Paracas. Direkt am Meer gelegen, ist Paracas ein kleines Dörfchen bestehend aus Hotels, Hostels, Travel Agencies und vielen Restaurants. Dank Beziehungen hatten wir ein Doppelzimmer mit Meerblick und so konnte ich nicht anders und hab mich gleich am Nachmittag noch mit dem Buch an den Strand gelegt.
Am nächsten Tag, meinem Geburtstag, sind wir dann morgens um 8 Uhr auf Bootstour zu den Ballestas Islands, die auch Poor-mans Galapagos genannt werden, da man für nicht einmal 10 Franken eine 2-stündige Bootstour machen kann und hunderte von Vogelarten, Seelöwen, Krebsen und Seesternen zu sehen bekommt. Gleich anschliessend gings noch mit dem Bus ins Reserva Nacional wo wir verschiedene Küstenszenerien und Strände besucht haben, unter anderem gab es einen ganz roten Strand und eine Felsformation die sich "Die Kathedrale" nennt, die aber leider beim Erdbeben in Pisco 2007 eingestürzt ist so dass man jetzt anstatt einem Bogen nur noch einen Felsturm im Wasser sieht.
Zum Mittagessen wurden wir dann bei einem Haufen Restaurants ausgeladen, wo wir uns mit unseren feinen Ciabatta Brötchen und dem Philadelphia Streichkäse durch die Massen an Uns-Menu-Karten-Ins-Gesicht-Haltenden-Menschen drängten um in Ruhe am Strand zu essen und danach ein Mittagsschläfchen in der Sonne zu halten.
Danach gings auch bereits wieder zurück ins Dörfchen wo wir uns dann Liegestühle gemietet haben und den Rest des Tages zusammen mit Jacqueline, einer Schweizerin die wir dort kennengelernt haben, relaxt haben. Am Abend ging es dann in ein Restaurant wo wir feinen Fisch gegessen haben und mit Rotwein auf meinen Geburtstag angestossen haben.
An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank für all die lieben Glückwünsche! Hier das Beweisfoto wie ich meinen Geburtstag verbracht habe ;-) (Nein ich will euch aber nicht neidisch machen! ;)
Heute ging es dann weiter mit Oltursa nach Lima, und man wird es nicht glauben aber ich hatte tatsächlich Wi-Fi an Bord des Buses, so dass ich mich schon mal bei allen für die guten Wünsche bedanken konnte und nun nicht ganz so im Verzug bin ;-)
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