Dienstag, 1. März 2011

San Pedro de Atacama Teil 2

28.2

Ein weiterer Tag in San Pedro mit 2 Exkursionen, einmal einer archäologischen und einmal Salar de Atacama, ist vorbei und wir haben wieder einmal unsere Koffer gepackt weil es morgen weiter geht nach Calama (von wo aus der Bus nach Bolivien fährt).

Die archäologische Tour war zwar klein aber fein, wir haben zum einen Tulor besichtigt, eine Stätte mit ein paar Häusern (rekonstruiert) und einigen Mauerresten, die einmal zu einer grösseren Siedlung in der Salar Ebene errichtet wurde gehörten. Danach ging es weiter zu einem Fort das ca. 3km ausserhalb von San Pedro in die felsigen Hügel gebaut wurde und in dem ca. 500 Menschen gelebt haben. Auch hier ist ein Teil der Mauern rekonstruiert, so dass man einen guten Eindruck davon bekommt, wie die Stadtfestung einmal ausgesehen hat. Die Urbevölkerung, die Atacamenos, haben bis zur Ankunft der Inka 1450 n. Chr. dort gewohnt, danach wurde die Siedlung Verwaltungszentrum des umliegenden Landes für die Inkas, von wo aus dann auch die Kommunikation mit dem Inkareich im Norden stattfand. Die ganze Administration konnte sich aber kaum richtig etablieren, da kamen 1540 n. Chr. bereits die Spanier an, und die Inkas zogen sich wieder in den Norden (nach Cusco) zurück und überliessen die Einheimische Bevölkerung ihrem Kampf gegen die Invasoren, den sie natürlich verloren haben. Gleich am Fusse des Berges befindet sich ein Fünfstern Hotel, das auf dem alten Friedhof errichtet wurde, wobei die Hotelbesitzer beim Bauen die Funde nicht gemeldet haben, sondern mit schweren Maschinen alles platt gewalzt haben. Hoffentlich haben die Hotelgäste mit den Geistern der Ureinwohner zu kämpfen!

Am Nachmittag, nach einer Siesta, ging es dann in die Salar de Atacama, die keine Salzwüste im erwarteten Sinne ist (komplett weiss) sondern die vor allem unterirdisch voller Salz ist. 1,5 Kilometer tief reicht das Salz, darüber hat sich dann im Laufe der Jahrhunderte/Jahrtausende Lehm abgelagert der vom Wind von den Bergen hergetragen wurde. So dass sich ein sehr interessantes und unbewohntes Bild ergibt mit einem Haufen kleiner Salz/Lehmbrocken, wie ihr dann in der Bildergalerie sehen könnt. Dazwischen gibt es einige kleine Lagunen, eine davon ist die Laguna Chaxa (so heisst übrigens auch unser Hostel) in der viele Flamigos wohnen. Es gibt 3 Arten von Flamingos hier, der Chilenische Flamingo (sehr rosarot, ohne gross schwarz im Gefieder und roten Knien und Füssen), der Flamingo Andino (auch eher rosa aber mit ein bisschen Schwarz hinten am Schwanz und schwarzen Beinen/Füssen), sowie der Flamingo James (eher blass mit knallroten Beinen und einem gelbschwarzen eher kurzen SChnabel). Der Flamingo James ist sehr selten und lebt normalerweise auf über 4000 Metern, sobald in den Anden allerdings Winter ist, muss er zur Futtersuche weiter hinunterkommen, so dass er auch hier in San Pedro bewundert werden kann.

Nach dieser letzten Tour gab es dann eine (fast) italienische Pizza (wobei wir festhalten möchten: Die Chilenen machen bessere Pizza als die Argentinier!!) und einen Pisco Sour und nun noch eine Mütze voll Schlaf in diesem überaus tollen Bett ohne durchhängende oder zu dünne Matratze.

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